Eine Druckanzeige ohne Zeiger? Das geht bei einem Airlessgerät gar nicht!
Dass bei jedem Hochdruck-Airlessgerät eine funktionierende Druckanzeige installiert sein muss, wissen alle Betriebe, die ihre Spritzgeräte regelmäßig einmal jährlich zur UVV-Prüfung zu uns bringen.
Gerade im Havariefall – beispielsweise bei einer Verstopfung des Rücklaufhahns (Kurzschlusskreislauf) – ist es besonders wichtig, dass sowohl der Anwender als auch wir als Servicewerkstatt sofort erkennen können, ob sich noch Restdruck im Gerät oder Hochdruckschlauch befindet.
Das Manometer ist daher ein aktives Sicherheitsbauteil und hilft dabei, Unfälle zu vermeiden.
Restdruck kann schnell gefährlich werden. Wer beim Zerlegen oder Montieren eines Gerätes davon ausgeht, dass kein Druck mehr vorhanden ist, kann sich im schlimmsten Fall schwere Verletzungen zuziehen – insbesondere an den Augen.
Auch unsere Werkstatt kennt diese Gefahr nur zu gut. Über die Jahre haben sich dort zahlreiche Farbspritzer und „Einschlagstellen“ als deutliche Erinnerung angesammelt.
Auf den Bildern sieht man das Manometer eines Kunden, das an seiner älteren Graco Mark V installiert war. Vermutlich ist das Gerät beim Transport im Fahrzeug umgefallen und das Manometer wurde dabei regelrecht als Bremsklotz missbraucht.
Gerade bei den älteren Mark V Spachtelmaschinen der ersten Generation gab es noch keine digitale Druckanzeige wie bei den heutigen Pro Contractor Serien.
Deshalb ist das mit Glyzerin gefüllte Manometer bei diesen Geräten die einzige Möglichkeit, den eingestellten Spritzdruck zuverlässig zu kontrollieren.
Ein weiterer wichtiger Hinweis: Ein stark schwankender Zeiger kann frühzeitig auf einen Defekt der Unterpumpe oder auf Verschleiß an der Umkehrdüse hinweisen.
Wer diese Warnzeichen rechtzeitig erkennt, kann hohe Reparaturkosten vermeiden und wichtige Bauteile frühzeitig instand setzen lassen.